Über 30 Tipps für (D)einen glücklicheren Alltag

Sonne steht über Sandstrand mit Dünenlandschaft im Hintergrund
Ein glücklicher Moment auf Baltrum

Wünscht Du Dir auch, in Deinem Alltag glücklicher zu sein, gelassener und zufriedener? Ich habe hier über 30 Tipps zusammen gestellt für Deinen glücklicheren Alltag. Manches hilft Dir sofort, für manches braucht es etwas mehr Zeit. Diese zu investieren lohnt sich auf jeden Fall! Schau einfach mal, was für Dich gerade passt.

  1. Veränderung geschieht in kleinen Schritten! Das hat sogar einen schönen Namen, nämlich Kaizen. Kleine oder sogar kleinste Schritte lassen sich leichter umsetzen und dauerhaft  integrieren und führen so langfristig zu größeren Erfolgen als großschrittige Veränderungen, die uns überfordern oder Widerstand hervorrufen.
  2. Pausen machen: trinke eine Tasse Tee oder Kaffee, gehe 5 Minuten nach draußen an die frische Luft, mache einen kleiner Spaziergang oder eine Yoga-Übung, höre ein schönes Lied, schaue Dir bewusst etwas an, zB. Deinen Garten oder ein Bild; finde heraus, was Dich entspannt und wobei Du auftanken kannst. Konzentriere Dich dabei auf Dich selbst.
  3. Listen machen: was steht an? Um die Übersicht zu behalten in unserer schnelllebigen Zeit sind Listen sehr hilfreich. Überlege, was Dir wichtig ist und vergib Prioritäten. Streiche durch, was erledigt ist, so siehst Du was Du geschafft hast. Achte darauf, dass Deine Liste für den Tag/die Woche/den Monat wirklich schaffbar ist, sonst ist Frust vorprogrammiert.
  4. Pläne schmieden: Was ist Dir wichtig? Wo willst Du mittel- oder langfristig stehen, beruflich und/oder privat? Plane in Wochen, Monaten und Jahren. Das hilft Dir, Dein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.
  5. Routinen entwickeln: Was auch immer Du verändern oder integrieren willst, es wird Dir leichter fallen, wenn Du Routinen entwickelst. Mache Pausen zu festen Zeiten oder nach bestimmten Aktivitäten oder führe bestimmte Regelmäßigkeiten im Speiseplan ein (Montag ist bei uns Spinattag). Natürlich darfst Du davon auch abweichen, aber mir z.B. fällt es wesentlich leichter Sport zu machen, seit ich die Sporteinheit in meine Morgenroutine (siehe Punkt 6 integriert habe. Wichtig: mache dabei kleine Schritte! (siehe Punkt 1)
  6. Morgenroutine: Diese Routine hat für mich einen besonderen Stellenwert. Ein entspannter Start in den Tag hilft mir ungemein! Ich trinke heißes Wasser und mache mein Dankbarkeitsritual. Ich schaue, was an dem Tag ansteht und was ich schaffen möchte. Meist reicht es auch noch für 20-30 Minuten Sport: Yoga, Gymnastik oder ich lasse meinen Hula Hoop-Reifen kreisen. Denk daran: (Du ahnst es schon…) kleine Schritte machen (Punkt 1) und feiere Deine Erfolge! (Punkt 13)
  7. Dankbarkeit: „Nicht, was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus.“ (Marie von Ebner-Eschenbach) Ich bin im Februar auf einer Treppe gestürzt und habe mir das Kinn aufgeschlagen, das musste mit 4 Stichen genäht werden. Zuerst habe ich mich geärgert, wie doof ich bin und dass ich überhaupt so schwer beladen die Treppe hochgeschnauft bin (ja Mama, lieber zweimal gehen!) Das war auch wichtig, um den Lernprozess in Gang zu setzen. Dann begann ich mich zu freuen: ich hatte unglaubliches Glück gehabt! Ich hätte mir sämtliche Frontzähne ausschlagen können, oder den Kiefer oder das Jochbein brechen, das Bein oder den Arm. Das Üben von Dankbarkeit hat mein Leben sehr verändert!
  8. gesunde Ernährung: Rund um das Thema Ernährung gibt es unglaublich viele Empfehlungen, Do‘s und Don‘ts und vieles ist sehr dogmatisch. Wichtig ist, dass Deine Ernährung ausgewogen und abwechslungsreich ist. Hilfreich ist es auch, wenn Dir der Verdauungsprozess nicht die Energie entzieht (auch als „Suppenkoma“ bekannt). Mein Weg ist der Ayurveda. Entgegen dem weitverbreiteten Mythos ist das nicht kompliziert, es gibt keine Verbote, nur Empfehlungen, und ich fühle mich so gut wie lange nicht mehr.
Ein Teller mit dekorierter Kürbissuppe
Die leckerste Kürbissuppe aller Zeiten nach einem Rezept von meiner Mutter
  1. Das Pareto-Prinzip: Vereinfacht sagt es aus, dass sich mit 20% des Aufwandes 80% des Ergebnisses erzielt werden. Du wirst also mit relativ wenig Aufwand an Zeit, Geld oder Energie recht gute Ergebnisse erzielen. (siehe auch Punkt 10)
  2. Sag Tschüss zum Perfektionismus! Das absolut Perfekte gibt es sowieso nicht. Finde heraus, was für Dich richtig ist und sich gut anfühlt.
  3. Ausreichend Schlaf: Ja, das ist wirklich nichts Neues, aber trotzdem finde ich es wichtig. Finde heraus, wieviel Schlaf Du wirklich brauchst und welche Stunden für Dich besonders erholsam sind. Ich gehe gerne früh ins Bett und bin dann auch früh wach, 8 Stunden Schlaf sind für mich gut.
  4. Nein sagen: Wenn Du nein sagst zu Dingen, die sich für Dich zu diesem Zeitpunkt nicht gut anfühlen, sorgst Du gut für Dich selber. Akzeptiere auch die Grenzen, die Deine Mitmenschen setzen! So ist ein respektvoller und vertrauensvoller Umgang möglich.
  5. Feiere Deine Erfolge! Dabei zählt, was für Dich ein Erfolg ist. Das kann bei der einen die Teilnahme an einem Marathon sein, für jemand anderen ist es schon ein Erfolg, wenn sie es schafft morgens aufzustehen. Gerne schreibe Deine kleinen und großen Erfolge auf! Wir vergessen so leicht, was wir erreicht haben und übersehen unserer Wachstum oder reden es klein.
  6. Vergleichen hilft meistens nicht weiter. Oft vergleichen wir uns oder Teile unseres Lebens mit anderen. Entweder schauen wir dabei nach „oben“ und machen uns selbst schlecht, oder umgekehrt, wir schauen auf jemanden herab um uns besser zu fühlen. In beiden Fällen gilt, dass uns das nicht weiter bringt. Jeder Mensch hat eine andere Geschichte, einen anderen Lernprozess und steht im Leben woanders.
  7. Urteilen: Häufig verurteilen und bewerten wir Handlungen, Verhaltensweisen oder Menschen. Dies schafft zum Einen eine giftige Atmosphäre zwischen den Menschen, zum Anderen behandele ich mich meist selbst genauso: Ich bin zu doof, zu faul, zu dies und zu das. Ein liebevoller, empathischer Umgang mit uns selbst und unseren Mitmenschen verändert in unserer Gesellschaft.
  8. Mach mal was Verrücktes! Färb Dir die Haare grün, iss mit Deinen Kindern unter dem Tisch, mach einen Purzelbaum, schneide Grimassen oder hüpfe auf einem Bein. Hier gibts noch mehr Ideen.
nackte Füße auf einer Wiese mit Herbstlaub
Barfuß durch den Garten gehen tut mir immer gut.
  1. Die innere Stimme: Tief in uns drinnen wissen wir, was uns gut tut und was das Richtige für uns ist. Nenne es Intuition, innere Stimme, innere Weisheit, oder wie auch immer, und höre ihr gut zu, denn das haben wir leider häufig verlernt.
  2. Ich wünsche mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“ Find ich super, aber das ist ein längerer Lernprozess, befürchte ich. Helfen kann Punkt 21, der Reality Check, und die Relativierung, schaue dazu auch das Video bei Punkt 31.
  3. Ab ins Grüne! Der Aufenthalt in der Natur tut nachweislich gut. Im Wald gibt es zum Beispiel die Terpene, die wir einatmen und die eine positive Wirkung auf unseren Körper und die Psyche haben. In vielen Studien ist belegt, dass ein Waldspaziergang den Puls verlangsamt, den Blutdruck senkt, die Konzentration von Cortisol (Stresshormon) im Blut senkt, die Aktivität des Parasympathikus erhöht und die Aktivität des Sympathikus verringert (entspannter Zustand).
  4. Wenn wir singen können wir keine Angst empfinden. Wow! Das habe ich so gelesen und finde das super. Allerdings sollten wir rechtzeitig damit anfangen, denn wenn wir bereits in erhöhter Alarmbereitschaft sind wird uns wohl nicht einfallen, ein Liedchen zu trällern. Ob es wohl stimmt? Keine Ahnung, ich werde es ausprobieren.
  5. Reality Check: Manchmal malen wir uns schreckliche Szenarien aus, was passieren könnte oder dass es unheimlich wichtig ist, dass etwas genau so gemacht wird wie wir es uns vorstellen. Frage Dich einmal: ist das wirklich wahr in diesem Moment? Was kann im schlimmsten Fall passieren? Und was kann im besten Fall passieren?
  6. Gefühle erkennen und benennen: Gefühle enthalten wichtige Botschaften, wenn wir ihnen zuhören und die richtige Antwort finden. Habe ich z.B. Angst, so gibt es eine Bedrohung und ich muss für meine Sicherheit sorgen. Alles andere wird die Angst nicht verschwinden lassen, sondern sie nur weiter verstärken. Das Identifizieren des Gefühls und die richtige Antwort bzw. Handlung führen zu emotionaler Flexibilität und Stabilität.
  7. Kommunikation ist alles! Eigentlich komme ich bei fast allen (meinen) Problemen und in den meisten Gesprächen zu der Erkenntnis, dass vieles einfacher und besser wäre wenn wir unsere Bedürfnisse und Grenzen mehr kommunizieren würden und zuhören anstatt Ratschläge zu verteilen. Wie bei vielen anderen Dingen gilt, dass wir das sehr gut üben können.
  8. Du darfst Dir Hilfe holen. Dass wir Hilfe suchen wenn wir erkältet sind oder Zahnschmerzen haben ist völlig selbstverständlich. Wenn jedoch die Seele schmerzt, wir uns überfordert fühlen oder dauerhaft traurig sind wird das oft nicht ernst genommen. Such Dir Hilfe! Es gibt verschiedene Coaching-Angebote, Therapeut*innen und Ärzt*innen für jeden Bereich. Gib nicht gleich auf, wenn Du nicht auf Anhieb das Richtige findest, sondern such einfach weiter. Und ja, manchmal müssen und dürfen es auch Tabletten sein! Jemandem mit einem akuten Herzinfarkt sagt auch keiner, dass er/sie mal tief atmen soll und positiv denken, dann wird das schon.
  9. Sport: Es ist nicht jedes Menschen Sache, aber Sport hilft, Stresshormone abzubauen und den Kopf frei zu kriegen. Es muss nicht immer eine Stunde Joggen oder 80 km Radfahren sein. Wie wäre es mit Yoga, Tanzen, Schwimmen, Wandern, Badminton, Tennis, Minigolf, frei von Leistungsgedanken? Es gibt eigentlich für jede*n etwas.
Frau fährt Rad auf einem Waldweg voller Herbstlaub
Ein kleiner Ausflug ins Grüne… äh … Bunte
  1. Auszeit alleine: Ab und zu darf es auch mal eine mittlere Auszeit sein! Ein Weihnachtsmarktbesuch, alleine ein  Wochenende mit dem Rad unterwegs sein, 3 Tage am Meer, ein Yoga-Workshop, was darf es für Dich sein? Das ist nicht egoistisch, sondern Selbstfürsorge. (Wenn Du entspannt und erholt bist kannst Du besser für Deine Lieben sorgen und bist leistungsfähiger.)
  2. Auszeit zu Zweit: Vor allem bei Paaren mit kleinen Kindern ist es schwierig, mal zur Ruhe zu kommen. Vielleicht könnt Ihr Euch gelegentlich ein Essen im Restaurant, einen schönen Spaziergang, einen Saunabesuch, eine Hotelübernachtung gönnen? Eure Kinder werden sich über entspannte Eltern ebenfalls freuen!
  3. Nachhaltigkeit: Wenn wir uns was Schönes kaufen, wird unser Belohnungszentrum aktiviert, und sorgt kurzzeitig für ein Wohlgefühl. Langfristig sammeln wir aber unheimlich viel Ballast an und schaden der Umwelt und auch uns selbst: schließlich müssen wir das Geld zum Ausgeben erstmal verdienen, so bedeutet viel Konsum auch viel Arbeit. Und Ordnung im Außen kann auch bei der Ordnung im Inneren helfen, mehr Anregungen dazu findest Du hier.
  4. Tue, was Du liebst! Viel zu häufig achten wir eher darauf, was (gesellschaftlich) angemessen ist, was gut aussieht, wie wir viel Geld verdienen, usw. Dabei wird Dich ein Job, der Dir viel Geld bringt oder ein hohes Ansehen, aber keinen Spaß macht, womöglich sehr teuer zu stehen kommen.
  5. Balance: Für alle Bereiche des Lebens gilt: Versuche, Deine Balance zu finden. Wir sind dafür gemacht und streben danach, uns mit anderen Menschen zu verbinden. Das bedeutet, wir müssen ständig auch Kompromisse eingehen, dürfen uns dabei aber nicht selbst verlieren. Dabei die Balance zu finden ist ein dauerhafter, individueller Prozess.
  6. Meditieren: Die positiven Effekte sind inzwischen hinreichend wissenschaftlich belegt, empirisch sowieso. Schon allein der Versuch zu Meditieren verändert etwas in Dir! Ob 5 Minuten oder eine Stunden, es gibt Apps, youtube-Anleitungen, Blogartikel, und vieles mehr.
  7. Zum Schluss was ganz einfaches: Lächeln (und Lachen) macht glücklich! Und zwar nicht nur uns, sondern auch andere. Zu den neurophysiologischen Vorgängen gibt es tolle Mitschnitte von Vera Birkenbihl.
Zwei Frauen sitzen lachend im Strandkorb mit OP-Masken vor den Augen als Sonnenschutz
„Lachen ist die beste Medizin.“

 

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